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Study of the Month – Oktober 2026: Oval oder triangular? Sofortimplantation eines ovalen Zirkonoxidimplantats in der ästhetischen Zone

29.10.2026 · 8 min



In der Study of the Month Oktober 2026 stellt Prof. Dr. Etyene Schnurr einen klinischen Fall von Dr. Gregor Hočevar vor, bei dem ein ovales SDS Tissue-Level-Zirkonoxidimplantat im Rahmen einer Sofortimplantation in der ästhetischen Zone eingesetzt wurde. Der Fall dokumentiert den Behandlungsablauf sowie die klinische Entwicklung über einen Nachbeobachtungszeitraum von drei Jahren.

Die zentrale Frage dieses Falls ist jedoch nicht allein, ob das Implantat stabil blieb. Warum wurde ein ovales Implantat anstelle eines triangularen Implantats gewählt?





Das Wichtigste auf einen Blick
In diesem klinischen Fall wurde unmittelbar nach der Extraktion von Zahn 11 ein ovales SDS 1.2 Tissue-Level-Zirkonoxidimplantat (4,6 × 14 mm) inseriert und mit PRF, Kollagen sowie einer sofort eingesetzten, nicht funktionell belasteten provisorischen Versorgung kombiniert.

Bei diesem Patienten wurden die periimplantären Weichgewebe nach sechs Monaten klinisch als gesund beurteilt und die Gewebekonturen erschienen erhalten. Bei der Nachkontrolle nach drei Jahren dokumentierte der behandelnde Zahnarzt stabile klinische Verhältnisse und klinisch stabile periimplantäre Weichgewebekonturen.

Der Fall wirft eine konkrete klinische Frage auf: Warum wurde ein ovales Implantat anstelle eines triangularen Implantats gewählt?




Der klinische Fall


Der klinische Fall wurde von Dr. Gregor Hočevar durchgeführt und betraf einen 60-jährigen Patienten, der 2023 eine Sofortimplantation in regio 11 erhielt.

Es wurde ein ovales SDS Tissue-Level-Implantat (SDS 1.2 Oval, 4,6 × 14 mm) eingesetzt und nach Ermessen des behandelnden Zahnarztes im Rahmen der GH-Technik mit PRF und Kollagen kombiniert. Direkt nach dem chirurgischen Eingriff erfolgte eine sofortige, nicht funktionell belastete provisorische Versorgung.

Ziel war es, die Sofortimplantation mit einem restaurativen Konzept zu verbinden, das an die individuelle Anatomie der Frontzahnregion angepasst war.

Weitere Hintergrundinformationen zum Weichgewebemanagement, zur Socket Preservation und zum Papillenerhalt in der ästhetischen Zone finden Sie im Beitrag „Socket Preservation & Papilla Preservation in Implant Dentistry“.



Warum oval statt triangular?


Das SDS Portfolio umfasst Implantate mit ovaler und triangularer Geometrie. Welche Geometrie in einer bestimmten Situation eingesetzt wird, entscheidet der behandelnde Zahnarzt innerhalb der in der Gebrauchsanweisung definierten Indikationen.

In diesem konkreten Fall waren vier Faktoren für die Entscheidung relevant:


1. Verfügbarer Raum

Der verfügbare dreidimensionale Raum an der Implantationsstelle beeinflusst, welche Implantatgeometrie adäquat positioniert werden kann.

Das ovale und das triangulare Design unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Querschnittsform und ihrer bukkolingualen Dimension. In diesem Fall beurteilte der behandelnde Zahnarzt den verfügbaren Raum in regio 11 als geeignet für die ovale Geometrie.


2. Palatinale Präparation

Eine Sofortimplantation in regio 11 erfordert eine präzise Kontrolle der Implantatposition innerhalb der Extraktionsalveole.

In diesem Fall war die chirurgische Präparation auf der palatinalen Seite ein weiterer Aspekt bei der Wahl der ovalen Geometrie.


3. Zahndimensionen

Die Dimensionen des zu ersetzenden Zahns und die verfügbare Extraktionsalveole beeinflussen die Implantatauswahl.

In diesem Fall wurde die Implantatform unter Berücksichtigung der individuellen Anatomie der Implantationsstelle gewählt, anstatt für jede Situation im Frontzahnbereich dieselbe Standardgeometrie zu verwenden.


4. Prothetische Aspekte

Bei der Implantatauswahl muss auch die geplante prothetische Versorgung berücksichtigt werden.

In diesem Fall bewertete der behandelnde Zahnarzt die ovale Geometrie als mit der geplanten Versorgung vereinbar. Die Wahl des Implantats war damit Teil einer prothetisch orientierten Behandlungsplanung und keine isolierte chirurgische Entscheidung.



Was ist also die Antwort?


In diesem Fall:

Alle genannten Faktoren.

Der verfügbare Raum, die palatinale Präparation, die Zahndimensionen und prothetische Aspekte trugen gemeinsam zur Entscheidung für ein ovales Implantat bei.

Das bedeutet nicht, dass ein ovales Implantat grundsätzlich einem triangularen Implantat vorzuziehen ist.

Die klinische Kernaussage ist wesentlich spezifischer:

Die Implantatgeometrie sollte entsprechend den anatomischen, chirurgischen und restaurativen Anforderungen des individuellen Falls ausgewählt werden.

In einer anderen klinischen Situation im Frontzahnbereich kann daher ein triangulares Implantat die geeignetere Option darstellen.



Klinisches Ergebnis nach 6 Monaten


Bei der Nachkontrolle nach sechs Monaten zeigten sich die periimplantären Gewebe gesund und stabil.

Die volumetrische Beurteilung zeigte erhaltene Gewebekonturen. Anschließend wurde die definitive Versorgung zementiert.

Diese Beobachtungen beschreiben das Ergebnis dieses individuellen klinischen Falls und sollten nicht als Nachweis einer Überlegenheit des ovalen Implantatdesigns interpretiert werden.



3-Jahres-Nachkontrolle


Die Nachkontrolle nach drei Jahren stellt den aktuellsten dokumentierten Zeitpunkt dieses Falls dar.

Drei Jahre nach der Sofortimplantation zeigte die klinische Untersuchung:

  • stabile klinische Verhältnisse
  • klinisch stabile periimplantäre Weichgewebekonturen


Der Fall dokumentiert damit die klinische Entwicklung von der Sofortimplantation und provisorischen Versorgung über die definitive prothetische Versorgung bis zur Nachkontrolle nach drei Jahren.



Klinische Relevanz


Dieser Fall veranschaulicht, warum sich die Wahl zwischen einem ovalen und einem triangularen Implantat nicht auf die Frage reduzieren lässt, welches Design „besser“ ist.

Im dargestellten Fall wurde das ovale Implantat gewählt, weil mehrere anatomische, chirurgische und restaurative Faktoren seinen Einsatz unterstützten.

Bei der Nachkontrolle nach drei Jahren wurden bei diesem Patienten stabile klinische Verhältnisse und klinisch stabile periimplantäre Weichgewebekonturen dokumentiert. Als einzelner klinischer Fall erlaubt diese Beobachtung jedoch keine allgemeingültigen Schlussfolgerungen zur Sofortimplantation von Keramikimplantaten in der ästhetischen Zone.



Fazit


Dieser klinische Fall dokumentiert die Sofortimplantation eines ovalen Tissue-Level-Zirkonoxidimplantats in regio 11 mit einer nicht funktionell belasteten provisorischen Versorgung und einer Nachbeobachtung über drei Jahre.

Die Entscheidung für ein ovales anstelle eines triangularen Implantats basierte auf dem verfügbaren Raum, der palatinalen Präparation, den Zahndimensionen und prothetischen Aspekten.

Anstatt zu zeigen, dass eine Implantatgeometrie grundsätzlich überlegen ist, verdeutlicht der Fall die Bedeutung einer Implantatauswahl entsprechend den Anforderungen der individuellen klinischen Situation.


FAQs - Keramikimplantate, Sofortimplantation und Ästhetische Implantologie

Warum wurde in der ästhetischen Zone ein ovales anstelle eines triangularen Implantats gewählt?
Im dargestellten Fall entschied sich der behandelnde Zahnarzt für ein ovales Implantat, da der verfügbare Raum, die Zahndimensionen, die palatinale Präparation und die geplante prothetische Versorgung mit dieser Geometrie vereinbar waren. In anderen Fällen ist die Wahl der Implantatgeometrie eine klinische Entscheidung und muss entsprechend der Gebrauchsanweisung erfolgen.
Welche Faktoren wurden bei der Wahl eines ovalen Implantats in diesem Frontzahnfall berücksichtigt?
Der behandelnde Zahnarzt berücksichtigte die Dimensionen des Zahns und der Extraktionsalveole, die geplante Implantatposition, das chirurgische Vorgehen und die prothetischen Anforderungen. Die Indikationen und Kontraindikationen der jeweiligen SDS Implantate sind in den entsprechenden Gebrauchsanweisungen definiert.
Was ist der Unterschied zwischen einem ovalen und einem triangularen Zahnimplantat?
Ovale und triangulare Implantate unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Querschnittsgeometrie und ihrer bukkolingualen Dimensionen. Welches Design geeignet ist, hängt von der individuellen Anatomie und der geplanten prothetischen Versorgung ab. Keine der beiden Geometrien ist grundsätzlich der anderen überlegen.
Kann ein ovales Zirkonoxidimplantat unmittelbar nach der Zahnextraktion eingesetzt werden?
Im dargestellten klinischen Fall wurde unmittelbar nach der Extraktion von Zahn 11 ein ovales SDS Tissue-Level-Zirkonoxidimplantat eingesetzt. Ob eine Sofortimplantation in einem anderen Fall geeignet ist, hängt von der Anatomie, der erreichbaren Primärstabilität, dem chirurgischen und restaurativen Behandlungskonzept sowie den in der Gebrauchsanweisung definierten Indikationen und Kontraindikationen ab.




Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Fortbildungs- und Informationszwecken und ersetzen nicht die klinische Beurteilung. Therapieentscheidungen sollten stets auf der individuellen Patientenbewertung sowie den jeweils geltenden klinischen Leitlinien basieren.

Disclaimer: Dieser Beitrag beschreibt einen einzelnen klinischen Fall. Die Beobachtungen beziehen sich ausschließlich auf diesen Patienten und können nicht verallgemeinert werden; individuelle Ergebnisse können variieren. Behandlungsentscheidungen liegen ausschließlich in der Verantwortung des behandelnden Zahnarztes. Für alle verwendeten Produkte sind die jeweiligen Gebrauchsanweisungen zu beachten. Produktverfügbarkeit, Indikationen und Zulassungen können je nach Land variieren.




Behandler und Autor des klinischen Fallberichts

Dr. Gregor Hocevar
Dr. Gregor Hočevar
dr. dent. med., M.Sc. 2nd level University Master in Oral Implantology, Specialist In Biological Dentistry And Ceramic Implants (ISMI Germany, IAOCI USA), leader of biological dentistry, founder of Center Hočevar, Swiss Dental Solutions Ambassador



Wissenschaftliche Prüfung und medizinische Freigabe

Prof. Dr. med. dent. Etyene Schnurr
Prof. Dr. med. dent. Etyene Schnurr (Wissenschaftliche Beratung, SDS)
Berät SWISS DENTAL SOLUTIONS wissenschaftlich. Sie erforscht das orale Mikrobiom, Biofilm-Infektionen und deren Einfluss auf den ganzen Körper: von klinischer Forschung über Datenanalyse bis zu Medikamentenentwicklung.




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