Clinical Study, Februar 2026: Kulturelle Unterschiede in der Patientenerfahrung bei Sofortimplantaten aus Zirkonoxid
12.2.2026 · 7 min
Einleitung
Patientenwahrnehmung spielt in der modernen Implantologie eine zentrale Rolle – insbesondere bei der sofortigen Versorgung mit Zirkonoxidimplantaten. Eine europäische Multicenter-Studie untersuchte, wie Patienten in Deutschland, Österreich und Spanien ihre Mundgesundheit, Funktion und Zufriedenheit wahrnehmen. Dabei zeigen sich interessante kulturelle Unterschiede, die Zahnärzte in der Praxis bei Beratung, Aufklärung und Behandlungsplanung berücksichtigen sollten.
Ziele
- Untersuchung kultureller Unterschiede in PROMs vor und nach der Implantattherapie
- Analyse, wie kulturelle Normen die Wahrnehmung von Mundgesundheit, Schmerzen und psychischem Wohlbefinden beeinflussen
- Ableitung von Ansätzen für kultursensible, patientenzentrierte Versorgung
Methodik
54 Patienten aus Spanien, Österreich und Deutschland wurden mit insgesamt 272 SDS-Zirkonoxidimplantaten nach einem standardisierten chirurgischen Protokoll versorgt. Die Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) wurden mithilfe der visuellen Analogskala (VAS) vor der Implantation (T0) und nach der endgültigen prothetischen Versorgung (T1) über einen Zeitraum von mehr als 8 Jahren erfasst. Erfasst wurden funktionelle, psychologische, physische und soziale Aspekte. Bei Bedarf kamen PRF sowie Knochen- oder Kollagenaugmentationen zum Einsatz.
Kulturelle Unterschiede in der Patientenerfahrung
- Spanien: Höhere Ausgangswerte für wahrgenommene Beeinträchtigung, größte Verbesserungen nach der Behandlung (VAS-Verbesserung: 96,21 %), zeigt kulturelle Tendenz, Beschwerden zu melden und Behandlung zu schätzen.
- Österreich: Geringere Ausgangsbelastung, höhere postoperative körperliche Schmerzen.
- Deutschland: Mittlere Ausgangswerte, höhere funktionelle und psychische Beschwerden nach der Behandlung.
Die Unterschiede verdeutlichen, dass kultureller Kontext Erwartungen, Berichterstattung und Zufriedenheit maßgeblich beeinflusst.
Klinische Relevanz
Das Verständnis kultureller Unterschiede ermöglicht es Zahnärzten:
- Beratung und Aufklärung auf Patientenbedürfnisse abzustimmen
- Schmerzmanagement und psychosoziale Unterstützung gezielt anzupassen
- Kommunikation, Einwilligung und Patientenedukation multikulturell zu optimieren
Fazit
Kulturelle Sensibilität verbessert die patientenzentrierte Implantologie. Sofortimplantate aus Zirkonoxid erzielen in ganz Europa hohe Zufriedenheit und langfristige Erfolge, wobei der Behandlungserfolg durch Integration kultureller Aspekte maximiert werden kann.
Verweis
Weitere Informationen finden Sie auf frag-pip.de.
Die vollständige Studie kann bei uns per E-Mail angefragt werden: marketingsds@swissdentalsolutions.com oder über Pub Med käuflich erworben werden: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40566728/
Mit-Autoren der Studie:





