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"Study of the Month", Mai 2026: Keramik vs. Titan – Meta-Analyse berichtet über vergleichbare klinische Ergebnisse

29.5.2026 · 4 min

Das Wichtigste auf einen Blick
Die aktuelle Meta-Analyse zeigt, dass Zirkonoxid- und Titanimplantate in den untersuchten klinischen Parametern vergleichbare Ergebnisse über Beobachtungszeiträume von bis zu ≥5 Jahren erzielen, ohne dass statistisch signifikante Unterschiede festgestellt wurden. Unterschiede können sich in einzelnen klinischen Parametern ergeben, wobei insbesondere im Bereich der periimplantären Weichgewebe leichte Vorteile für Zirkonoxidimplantate berichtet werden. Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass Zirkonoxidimplantate in ausgewählten Indikationen eine etablierte und materialunabhängig vergleichbare Behandlungsoption darstellen können.


Zirkonoxidimplantate haben in der modernen Implantologie zunehmend Aufmerksamkeit erhalten, insbesondere im Kontext metallfreier Behandlungskonzepte.

In der "Study of the Month" – Mai 2026 fassen wir die Ergebnisse einer aktuellen systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zusammen, die die klinische Performance von Zirkonoxid- und Titanimplantaten vergleicht.




Vergleichbare Überlebensraten bis zu 5 Jahren'

Die Analyse von 9 Humanstudien mit 323 Patienten und 435 Implantaten zeigte:

Zirkonoxid- und Titanimplantate erreichen vergleichbare Überlebensraten über 1, 3 und ≥5 Jahre ohne statistisch signifikanten Unterschied.



Marginaler Knochenverlust: Langfristig kein Unterschied'

Auch hinsichtlich des marginalen Knochenverlusts (marginal bone loss) zeigen sich im Langzeitverlauf keine klinisch relevanten Unterschiede bei längerem Follow-Up zwischen beiden Materialien.



Periimplantäre Gewebe: Vorteile für Zirkonoxid möglich

Bei den periimplantären Weichgeweben (probing depth) zeigt die Meta-Analyse nach ≥5 Jahren leicht niedrigere Sondierungstiefen bei Zirkonoxidimplantaten. 



Patientenzufriedenheit und Ästhetik

Bei ästhetischen Parametern und patientenbezogenen Outcomes (PROMs) bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen Zirkonoxid- und Titanimplantaten.



Klinische Einordnung

Die vorliegenden Daten zeigen:

Zirkonoxidimplantate können in ausgewählten Indikationen eine klinisch etablierte Alternative darstellen – insbesondere für:
• Patienten mit Wunsch nach metallfreier Versorgung
• ästhetisch anspruchsvolle Indikationen
• dünne Gingivabiotypen



Fazit für die Praxis

Aktuelle klinische Daten legen nahe, dass moderne Zirkonoxidimplantate:

• vergleichbare Überlebensraten
• stabile knochenbiologische Ergebnisse
• vergleichbare Patientenzufriedenheit

im Vergleich zu Titanimplantaten erreichen können. 



Hinweis

Die vollständige Publikation wird hier in diesem Blog-Beitrag ergänzt, sobald sie öffentlich verfügbar ist.



FAQs – Vergleich Titan vs. Keramik Metaanalyse

1. Gibt es Unterschiede zwischen Zirkonoxid- und Titanimplantaten?
Die aktuelle Studienlage zeigt, dass zwischen Zirkonoxid- und Titanimplantaten in wesentlichen klinischen Parametern keine statistisch signifikanten Unterschiede bestehen. Beide Materialien weisen vergleichbare Ergebnisse bei Überlebensraten, Knochenverhalten und Patientenzufriedenheit auf.
2. Wie unterscheiden sich die Überlebensraten von Keramik- und Titanimplantaten?
Zirkonoxid- und Titanimplantate erreichen laut aktueller Meta-Analyse vergleichbare Überlebensraten über Zeiträume von 1, 3 und ≥5 Jahren, ohne signifikante Unterschiede.
3. Gibt es Unterschiede beim marginalen Knochenverlust?
Im Langzeitverlauf zeigen sich keine klinisch relevanten Unterschiede im marginalen Knochenverlust zwischen Zirkonoxid- und Titanimplantaten, sofern vergleichbare klinische Bedingungen vorliegen.
4. Haben Zirkonoxidimplantate Vorteile im Weichgewebe?
Einzelne Studien berichten über leicht geringere Sondierungstiefen bei Zirkonoxidimplantaten nach längeren Follow-up-Zeiträumen, was auf mögliche Unterschiede im periimplantären Weichgewebe hinweist.
5. Wie unterscheiden sich Patientenzufriedenheit und Ästhetik?
Bei patientenbezogenen Outcomes wie Zufriedenheit und ästhetischer Wahrnehmung zeigen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Zirkonoxid- und Titanimplantaten.
6. In welchen Fällen können Zirkonoxidimplantate eingesetzt werden?
Zirkonoxidimplantate können insbesondere bei Wunsch nach metallfreier Versorgung, in ästhetisch sensiblen Bereichen oder bei dünnem Gingivabiotyp in Betracht gezogen werden.



Prof. Dr. med. dent. Etyene Schnurr
Prof. Dr. med. dent. Etyene Schnurr (Wissenschaftliche Beratung, SDS)
Berät SWISS DENTAL SOLUTIONS wissenschaftlich. Sie erforscht das orale Mikrobiom, Biofilm-Infektionen und deren Einfluss auf den ganzen Körper: von klinischer Forschung über Datenanalyse bis zu Medikamentenentwicklung.

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